BGM -
Ziele, Analyse & Evaluation

Die Gesundheit ist ein unfassbar facettenreiches und komplexes Thema voller individueller, interdependenter und systemischer Rahmenbedingungen und Parameter. Das gilt auch für die Gesundheit in Unternehmen mit ihren spezifischen Kulturen, Branchen und Verrichtungen, Menschen und deren Herausforderungen.

Die eine Antwort auf die Frage "Wie setze ich ein erfolgreiches BGM in meinem Unternehmen um?" oder das einheitliche System "Was gehört denn in meinem Unternehmen alles dazu? Wo ist die Klammer darum?" - gibt es schlichtweg nicht.

Schon die Frage nach den Zielen kann sich als sehr komplex gestalten, denn viele gehen die Thematik sehr eng gefasst an. Zumindest sollten man sich einmal mit der Fülle der Dimensionen befasst haben, bevor weite Teile nicht berücksichtig, ausgeschlossen oder schlichtweg vergessen werden. Im Rahmen unserer Beratung arbeiten wir gemeinsam mit Ihnen diese Ziele und Rahmenbedingungen heraus. (Siehe auch Grafik links)

 
Die Ziele bestimmen die Analysen und deren Methoden!

Natürlich hat diese Komplexität zur Folge, dass es eine Fülle von Kennzahlen, Berichten, Informationen oder Erhebungsmethoden gibt. Grundsätzlich können im Desk Research oder durch eigene empirische Erhebungen Daten und Kennzahlen für das eigene Unternehmen, bzw. als Ausgangslage für eine BGM/BGF-Strategie erhoben und genutzt werden:

  • Primäre Forschung: Desk Research

    • Externe Daten (bspw. Bericht der Krankenkassen)

    • Interne Daten (bspw. Krankenstände, Feedback)

  • Sekundäre Forschung: empirische Untersuchungen (Eigen- oder Fremddurchführung)

    • Qualitativ (bspw. Befragungen/ Interviews durch Gesundheitszirkel)

    • Quantitativ (bspw. Fragebögen, IT-gestützte Befragung)

ergänzt durch einen

  • Analyse-Mix: Differenziert bspw. nach

    • Abteilung

    • Thema

    • Hierarchie

und unter Berücksichtigung folgender Hinweise:

  • Beachtung des Datenschutzes (bspw. Anonymität, Erhebungsgrößen, Freiwilligkeit, Datenspeicherung und –verwendung)

  • Einbeziehung Mitbestimmungsorgane

  • Analyse-Ökonomie (Tiefe, Breite, Zeit, Effizienz)

 

Eine detailliertere und kategorisierte Form bietet dazu
diese Tabelle mit Beispielen:

 

Quantitativ

Qualitativ

Intern

  • Fehlzeitenquote
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement
  • Fluktuation
  • Altersstruktur
  • Gender-Quoten
  • Mitarbeiterbefragung
    (bspw. WAI, HK- oder Rückenticket)
  • Feedback bestehender Gesundheitsmaßnahmen
  • Gefährdungsbeurteilung (bspw. Unfallgefahren, Arbeitsplatz, physische und psychische Belastungen, Licht, Temperatur, Lärm etc.)
  • Bericht der Arbeitsmedizin (jährlich)
  • Führungskräftegespräche
  • Personalgespräche
  • Feedback bestehender Gesundheitsmaßnahmen

 

Extern

  • Gesundheitsbericht der Krankenkassen
    (für das eigene Unternehmen)
  • Branchenwerte/ Werte der direkten Wettbewerber
  • Berichte der Kassen, Unfallversicherer oder Berufsgenossenschaften
  • Wissenschaftliche Publikationen
  • Evaluationen von Gesundheitsanbietern
  • Sonstige Publikationen

 

  • Bericht des Arbeitsschutzes durch Berufsgenossenschaft
  • Berichte der Krankenkassen
  • Wissenschaftliche Publikationen
  • Erfahrungen externer Berater
  • Erfahrungsberichte von Gesundheitsanbietern
  • Publikationen von Berufs- oder Fachverbänden
  • Informationsmaterial der Krankenkassen, Unfallversicherer oder Berufsgenossenschaften
  • Sonstige Publikationen

 

 

 

Nutzen Sie dazu auch unser Nachschlagewerk "Ganzheitliches und bedarfsgerechtes Betriebliches Gesundheitsmanagement" mit Erläuterungen und
aktuellen Kennziffern zu allen Themen.
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